Die Suche nach der Lok „Rhein“

Vor über 160 Jahren versank im Rhein bei Germersheim die Dampflokomotive „Rhein“

Die Lok wurde 1852 in Karlsruhe bei der Maschinenbau-Gesellschaft Emil Keßler für die Düsseldorf – Elberfelder Eisenbahngesellschaft gebaut. Der für den Transport auf dem Rhein eingesetzte Segler „Stadt Coblenz“ geriet in der Nähe der Stadt Germersheim in einen schweren Sturm, die Ladung verrutschte und die Lok versank. Zwei Versuche, die Lok wieder zu heben misslangen, danach wurde die Bergung eingestellt. Seitdem liegt die Lok unter dem jetzigen oder ehemaligen Flussbett des Rheines, wahrscheinlich luftdicht abgeschlossen und wartet auf ihre Erlösung aus dem Dornröschenschlaf.

Neuzeichnung der Lok nach historischen Quellen und Vergleichszeichnungen anderer Loks.

Ausgrabungen bleiben ergebnislos ...

1992 begannen nach langjähriger Recherche die ersten konkreten Forschungsarbeiten auf Bestreben des Cochemer Lokführers a.D., Horst Müller, der für das Projekt einen Partner suchte und unser Eisenbahnmuseum sofort dafür gewinnen konnte. Dank einer Kooperation mit dem Geophysiker Prof. Bernhard Forkmann war es mithilfe modernster Technik gelungen, mit hoher Wahrscheinlichkeit den Fundort der Lok im Rhein bei Germersheim zu bestimmen. Das einmalige Schatzsucherprojekt stieß nach Bekanntwerden erster handfester Daten zu Lage und Zustand der Lok seit 2014 mehr und mehr auch auf mediales Interesse.

Für den 21.10.2018 wurde die offizielle Bergung angesetzt. Nach mehreren Wochen intensiver Grabungen konnte jedoch leider keine Lok gefunden werden (siehe Pressebericht). Die Enttäuschung bei allen Beteiligten war entsprechend groß. Das Projekt sollte an dieser Stelle als gescheitert erklärt werden.

... doch die Suche geht weiter!

Nachdem der erste Schock überwunden war, wurden Messungen und Analysen des Aushubs durchgeführt und in einem Ergebnisbericht zusammengefasst. Trotz des Rückschlags und insbesondere auch wegen des großen Zuspruchs in der Öffentlichkeit, wird das Projekt fortgeführt. Derzeit werden die für die Fortsetzung der Suche bestgeeigneten Möglichkeiten ermittelt. Nach einer erfolgreichen Bergung wäre die Lok „Rhein“ immerhin die älteste erhaltene Dampflok Deutschlands und sollte dann als Dauerleihgabe des Landes Rheinland-Pfalz im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein ausgestellt werden.

Für eine erfolgreiche Fortführung der spannenden Suche sind wir – neben dem moralischen Zuspruch – weiterhin auch über jede finanzielle Unterstützung Ihrerseits dankbar. Hierfür steht Ihnen unser Sonderspendenkonto zur Verfügung:

Sparkasse Darmstadt, IBAN: DE68 5085 0150 0000 7714 30
Verwendungszweck “Lok im Rhein”

Stellvertretend für die Schatzsucher (v.l.n.r.): Horst Müller, pensionierter Lokführer aus Cochem; Uwe Breitmeier, Museumsdirektor der Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein vor einem Modell der Lok „Rhein“.
Herzlichen Dank für Ihren Beitrag zur Suche nach der Lok im Rhein!

Aktuelles zum Projekt

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