Während eines Sturms rutschte vor über 170 Jahren die fabrikneue Dampflok „Rhein“ auf dem Weg von Karlsruhe nach Düsseldorf vom Deck eines Segelschiffs in den gleichnamigen Fluss. 1992 startete eine spannende Schatzsuche, initiiert durch den ehemaligen Cochemer Lokführer Horst Müller, an dem sich über viele Jahre auch die Bahnwelt mit Personal und technischer Unterstützung beteiligte. Erklärtes Ziel war es, die Lok nach erfolgreicher Bergung einmal im Eisenbahnmuseum ausstellen zu können. Nach jahrelanger Suche in Karten, Aufzeichnungen und Archiven sowie geologischen Messungen an potenziellen Fundstellen fand im Jahr 2018 unter großem öffentlichen Interesse ein erster vielversprechender Bergungsversuch statt, der leider nicht die erhoffte Lokomotive zum Vorschein brachte.
Nach professioneller Aufarbeitung der Grabungsergebnisse wurde das Projekt seit 2020 zunächst pausiert. Nun ist der Vorstand des Museumsbahn e. V. mit den maßgeblich Mitwirkenden, Lokführer a. D. Horst Müller und Prof. Dr. Bernhard Forkmann, übereingekommen, nach 33 Jahren keine weiteren Aktivitäten zur Bergung der Lok im Rhein zu unternehmen. Alle Beteiligten sind der Ansicht, dass für die weitere Suche ein deutlich höherer technischer Aufwand erforderlich ist und dies die personellen und finanziellen Ressourcen aller Beteiligten überschreitet. Zudem kann der Zustand der Lok nicht abgeschätzt werden, was die Erfolgsaussichten deutlich unsicher erscheinen lässt und es außerdem auch vor dem Hintergrund des missglückten Bergungsversuchs von 2018 erschwert, noch einmal Sponsoren für dieses Vorhaben zu gewinnen.
Prof. Dr. Bernhard Forkmann, Horst Müller sowie der Museumsbahn e. V. sind sich weiterhin einig, die bisher im Zuge des Projekts erarbeiteten Ergebnisse anderen Akteuren, die das Projekt fortführen wollen, zur Verfügung zu stellen.
Der Museumsbahn e. V. dankt allen Kräften und Institutionen, die dieses Vorhaben sowohl hauptamtlich, in großen Teilen aber insbesondere ehrenamtlich tatkräftig unterstützt haben!