Ein erheblicher Teil der ehrenamtlichen Museumsarbeit entfällt neben der Restaurierung der Fahrzeuge auf die Instandhaltung der ebenfalls historischen Infrastruktur. Dies umfasst neben den Gleisanlagen (siehe vorheriger Bericht) auch die vielen Gebäude des ehemaligen Bahnbetriebswerks.
Kürzlich konnte durch die Mitarbeiter der Bahnwelt die Innenraumsanierung der ehemaligen Lokleitung und des angeschlossenen, kleinen Aufenthaltsraums – in Eisenbahnerkreisen liebevoll „Bude“ genannt – abgeschlossen werden. Diese Räumlichkeiten sind dem Museumsbesucher üblicherweise nicht zugänglich. Doch auch äußerlich hat sich an dem Gebäude etwas verändert: Die vormals grünen Fensterrahmen und Türen wurden grau gestrichen. Damit wurde auch dieses Gebäude – neben weiteren Zäunen und Toren im Gelände – an die historisch korrekte Farbgebung angeglichen.
Die „Lokdienstleitung“ war die Dispositionszentrale eines Bahnbetriebswerkes. Dort wurden die Dienstpläne für das Personal erstellt und deren Einhaltung überwacht sowie die Personal- und Fahrzeugplanung gemacht. Die Nähe zum Aufenthaltsraum des Fahr- und Bw-Personals sorgte für kurze Kommunikationswege. Außerdem führte die Lokdienstleitung den Verwendungsnachweis für die Triebfahrzeuge, eine Übersicht, aus der die betriebliche Leistung der einzelnen Triebfahrzeuge hervorgeht. Den letzteren Zweck erfüllt das Gebäude auch heute noch. Die Personal- und Fahrzeugplanung für die Sonderfahrten der Bahnwelt erfolgt mittlerweile aber im „Homeoffice“ bzw. im großen Verwaltungsgebäude über der Uniformausstellung.