Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
Um den Arbeitsschutz zu verbessern, wurden flexibel verschiebbare Gitterroste beschafft und im Bereich der tiefer gelegenen Achssenke des Werkstattgleises eingelegt. Nun kann ohne Absturzgefahr sicherer am Kessel der 98 727 gearbeitet werden.
Da die Arbeiten auch in den kalten Wintermonaten fortgeführt werden sollten und man den gesamten Lokschuppen nicht effizient beheizen kann, wurde eine Einhausung um den Kessel aufgebaut, um wenigstens dort vertretbare Arbeitstemperaturen zu schaffen. Ein günstig geliehenes Heizgerät sorgt für die erforderliche Umgebungstemperatur. Vielen Dank an die Firma Fath Wärmekurier für die Bereitstellung des Geräts!
Fertigung und Einbau der Wandstehbolzen
Die nötigen 650 Wandstehbolzen, also die Verstrebung zwischen Feuerbüchse und Kesselwand, konnten im Zeitraum Oktober – November 2024 durch eine Dreherei aus vorhandenem Kupfermaterial hergestellt werden und wurden Ende November angeliefert. Diese stehen nun zum Einbau bereit.
Zunächst wurden die bereits vorgebohrten neuen Stehbolzenbohrungen mit Hilfe einer Druckluftbohrmaschine auf die nötigen Durchmesser aufgebohrt. Im zweiten Durchgang erfolgte das Schneiden der Gewinde. Nun können die ersten Stehbolzen per Hand eingeschraubt werden.
Bei diesen Arbeiten erhält die Bahnwelt weiterhin unschätzbar wertvolle Unterstützung durch Björn Gnefkow und Steffen Waidelich sowie den Eisenbahnsachverständigen Rudolf Langeloth, die die heute nicht mehr alltäglichen Arbeitsschritte beherrschen, die nötig sind, um den Kessel mit neu angefertigter Kupferfeuerbüchse Stück für Stück zusammenzubauen. Damit sorgen sie dafür, dass die 98 727 bald wieder wie frisch aus dem Werk dampfen kann!