© Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

Bild des historischen Lokschuppens Lokschuppen Zeichnung

Neben den Arbeiten zum Erhalt der technikgeschichtlichen Relikte verfolgt die Bahnwelt derzeit vorrangig den Wiederaufbau des von der damaligen Deutschen Bundesbahn zur├╝ckgebauten Teils des Lokomotivschuppens ├╝ber sieben Gleise hinweg zum Schutz der wertvollen Fahrzeuge.

Auf dieser Seite m├Âchten wir Ihnen das Projekt vorstellen und den Fortgang in kurzen Berichten dokumentieren. ├ťber das folgende Men├╝ k├Ânnen Sie direkt zu den einzelnen Punkten springen:


Unser ganz herzlicher Dank gilt der Sparda-Bank Hessen, die den Wiederaufbau mit einer gro├čz├╝gigen Spende i.H.v. 30.000 ÔéČ unterst├╝tzt.


Ihre pers├Ânliche Teilnahme am Wiederaufbau!

Setzen Sie sich ein pers├Ânliches kleines Denkmal durch die ├ťbernahme einer Patenschaft am Wiederaufbau. Die Patenschaft eignet sich besonders gut als au├čergew├Âhnliches Pr├Ąsent. Mit Ihrer Unterst├╝tzung tragen Sie ebenso ma├čgeblich zum Erhalt der wertvollen Fahrzeug-Exponate bei.

Zustiftungen und Spenden:
Sparkasse Darmstadt
Kontonr.: 71 39 10
BLZ 508 501 50
IBAN: DE41 5085 0150 0000 7139 10, BIC: HELADEF1DAS
Kennwort ÔÇ×LokschuppenÔÇť
 
100,- ÔéČ ┬á Als Dankesch├Ân erhalten Sie eine Freikarte zu den Kranichsteiner Bahnwelttagen.
250,- ÔéČ ┬á Sie erhalten eine F├╝hrerstandsmitfahrt w├Ąhrend einer Sonderfahrt von Darmstadt-Ost zum Bessunger Forsthaus und zur├╝ck.
500,- ÔéČ ┬á ... und Sie erhalten ein Nachgu├č des originalen Lokschilds unserer 23 042.
1.000,- ÔéČ ┬á f├╝r einen Quadratmeter ├╝berdachtes Gleis (best├Ątigt durch eine Urkunde), Einladung zur Einweihungsfeier sowie Nennung auf einer Stiftertafel.

Ab 100,- ÔéČ stellen wir zudem eine steuerlich abzugsf├Ąhige Spendenbescheinigung aus. F├╝r weitere Ausk├╝nfte stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verf├╝gung.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots gesch├╝tzt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die Geschichte des Bahnbetriebswerks Darmstadt-Kranichstein

Als der alte Bahnhof in Darmstadt am Steubenplatz den gestiegenen G├╝terverkehr nicht mehr aufnehmen konnte, wurde im Jahre 1898 ÔÇ×auf der gr├╝nen WieseÔÇť in Kranichstein ein neuer gro├čer Rangierbahnhof gebaut, dem zur Wartung und Beheimatung der zur Bespannung der G├╝terz├╝ge notwendigen Lokomotiven ein Bahnbetriebswerk (Bw) mit Wagenunterhaltungsabteilung angegliedert wurde.

Dieses Betriebswerk wurde 1960 geschlossen, als die Strecke von Darmstadt Hbf nach Aschaffenburg und der Bahnhof Kranichstein elektrifiziert und die Dampflokomotiven ├╝berfl├╝ssig wurden. In den folgenden Jahren nutzte die Deutsche Bundesbahn den Lokschuppen des Bw noch als Abstellhalle f├╝r die nun im Rangierbahnhof eingesetzten Dieselloks. Mit dem schrittweisen R├╝ckgang der Auslastung des Rangierbahnhofs und seiner finalen Schlie├čung, wurde nicht mehr die volle Anzahl an ├╝berdachten St├Ąnden ben├Âtigt, weshalb der Lokschuppen ├╝ber den St├Ąnden 9-14 zur├╝ckgebaut wurde und die Untersuchungsgruben zugesch├╝ttet wurden.

Seit dem Jahr 1971 hat der Museumsbahn e.V. sukzessive das ehemalige Bw-Gel├Ąnde von der DB angemietet und das heutige Eisenbahnmuseum eingerichtet. Ein lang gehegtes Ziel ist dabei die Wiedererrichtung aller 14 Lokschuppenst├Ąnde, um einerseits m├Âglichst viele historische Fahrzeuge witterungsgesch├╝tzt unterstellen zu k├Ânnen, andererseits das Bw in seiner urspr├╝nglichen Form pr├Ąsentieren zu k├Ânnen.


Chronologische Dokumentation des Wiederaufbaus

Zum Aktuellsten

Seit 2013

Die Pl├Ąne f├╝r den neuen Teil des Lokschuppens sind fertig gestellt; die Baugenehmigung wurde ebenfalls erteilt. Derzeit laufen noch letzte Verhandlungen mit dem Grundst├╝ckseigent├╝mer DB Immobilien AG ├╝ber die Errichtung des Lokschuppens. Sobald hier eine Einigung vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden.

Au├čerdem wurden im Vorfeld verschiedene Angebote f├╝r Statik und Konstruktion eingeholt.

Feierlicher Spatenstich bei den Bahnwelttagen 2016

Anl├Ąsslich der Jubil├Ąums-Bahnwelttage 2016 "40 Jahre Eisenbahnmuseum" erfolgte mit Vertretern aus der Politik der Stadt Darmstadt, den Sponsoren des Museums, dem beauftragten Architekten und Freund der Bahnwelt Helmut Schmidt, Vertretern der Eisenbahndirektion Mainz, der K├Âniglich Preu├čischen und Gro├čherzoglich Hessischen Staatseisenbahn sowie der umliegenden Staatsbahnen der erste Spatenstich zum Wiederaufbau des Ringlokschuppens.

Aushub der Fundamente (26.05.2018)

Der Wiederaufbau der Lokschuppenst├Ąnde begann mit "arch├Ąologischen Grabungen", bei denen die noch vorhandenen Fundamente der ehemaligen Schuppenst├Ąnde 9, 10 und 11 freigelegt wurden.

Oben v.l.n.r.: Der Bagger legt St├╝ck f├╝r St├╝ck die Fundamente des Lokschuppens frei. Nach getaner Arbeit ist die gemauerte Bauweise des Fundaments auf der Vorderseite des Lokschuppens (zur Drehscheibe hin) deutlich zu erkennen. Ebenso sieht man gut, wie nach dem Abriss des Lokschuppens Ende der 1960er die Schuppengleise zun├Ąchst entfernt und die ehemaligen Untersuchungsgruben verf├╝llt wurden. Anschlie├čend wurden von der Drehscheibe aus "normale" Gleisjoche mit Betonschwellen ├╝ber die Fundamente verlegt und mit Schotter gestopft.

Oben v.l.n.r.: Hinter dem ehemaligen Schuppenstand 9 blieb die R├╝ckwand des Lokschuppens stehen, da sie auch als Au├čenwand der angrenzenden Werkst├Ątte dient. In deren Verl├Ąngerung stie├čen wir auf die Reste des Fundaments der alten R├╝ckwand. Um hierauf wieder tragf├Ąhige W├Ąnde und ein Dach zu bauen, muss dieses jedoch nach einer Statikpr├╝fung gefestigt und teilweise neu aufgebaut werden.

(Anmerkung: Aufgrund der Freilegung der Fundamente musste die Schnellzugdampflok 01 1056 vor├╝bergehend getrennt werden und der Kessel/F├╝hrerhaus auf ein anderes Gleis gestellt werden. Es machten verschiedene Ger├╝chte die Runde, dass die Lokomotive verschrottet werden soll. Dies ist derzeit weder durch den Eigent├╝mer (DB AG) noch durch die Bahnwelt geplant oder gewollt.)

Betonage der neuen Fundamente (18.05.2019)

Nachdem im vergangenen Jahr die alten Fundamente sukzessive freigelegt wurden, konnte mit der Baugenehmigung und einer seit kurzem vorliegenden Pr├╝fstatik mit den Vorbereitungen f├╝r die Herstellung der Ringanker auf den alten Fundamenten begonnen werden. Am 18.05.2019 wurde dann die aufbauende Betonage des vorderen Ringankers durchgef├╝hrt. Hierzu musste im Vorfeld das Gel├Ąnde vermessen und eine aufw├Ąndige Schalung und die Stahlarmierung errichtet werden - alles in Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder:

F├╝r den ersten Bauabschnitt ├╝ber drei Hallengleise werden allein mit den beiden Ringankern an der Torseite und an der Schuppenr├╝ckwand insgesamt 5 to Stahl und 17 cbm Beton verbaut.

Exkurs: Montage der neuen Lokschuppentore (26.05.2019)

Die Arbeiten am Lokomotivschuppen als zentrales Geb├Ąude des Eisenbahnmuseums umfassen nicht nur die Wiedererrichtung der zweiten Schuppenh├Ąlfte, sondern auch umfangreiche Ma├čnahmen am Bestandsgeb├Ąude. Seit Dezember 2008 wurde in Zusammenarbeit mit den Auszubildenden des AVM R├╝sselsheim kontinuierlich am Nachbau von Schuppentoren aus einer Holz-/Stahlkonstruktion mit Fensterelementen gearbeitet, um die in die Jahre gekommenen, gr├╝nen Stahltore sukzessive zu ersetzen. Vor einigen Jahren wurde bereits das r├╝ckseitige Tor zur Steinstra├če hin erneuert. Nun konnte auch endlich das erste Tor auf der Drehscheibenseite eingebaut werden. Eine gro├če Hilfe war dabei der neu erworbene Zwei-Wege-Bagger. Die Jahre zwischen Fertigung und Einbau wurden genutzt, um die Tore zu lackieren, die Holzf├╝llung einzubauen und etwa 600 Glasscheiben mit bisher ca. 600 kg Fensterkitt einzuglasen.

An dieser Stelle sei auch folgenden Firmen zu danken:

  • Die Azubis des AVM R├╝sselsheim
  • Schreinerei Pfeiffer, Gro├č-Umstadt
  • Schreinerei Traser, Darmstadt
  • EGO Dichtstoffe

Grundsteinlegung (30.05.2019)

Oberb├╝rgermeister Jochen Partsch zelebrierte im Rahmen der Bahnwelttage am Himmelfahrtstag, den 30.05.2019 um 11.00 Uhr den Baubeginn mit einer Grundsteinlegung. Traditionsgem├Ą├č wurden Geldst├╝cke, eine Tageszeitung, die Namensliste der Magistratsmitglieder und des Vereinsvorstandes der Museumsbahn einschlie├člich der Baupl├Ąne in einem Stahlk├Âcher in dass Fundament eingegossen. Das Besondere: der Stahlk├Âcher besteht stilecht aus einem Rauchrohr einer Dampflokomotive. Vereinsmitglieder in historischen Eisenbahneruniformen bildeten den Rahmen der Grundsteinlegung.

V.l.n.r.: Projektleiter Stephan Heldmann, Oberb├╝rgermeister Jochen Partsch und Museumsdirektor und Vereinsvorsitzender Uwe Breitmeier.

Freilegen des hinteren Fundaments (Juli bis August 2019)

Nachdem beim Betonieren des ersten Ringbalkens zur Ert├╝chtigung des vorderen Fundaments Erfahrungen gesammelt werden konnten, waren die Arbeiten zur Ert├╝chtigung des hinteren Fundaments zu wiederholen. Zun├Ąchst gilt es, das bestehende Fundament freizulegen. Dies gestaltet sich einfacher als im vorderen Bereich, da es nicht von den nach 1970 provisorisch verlegten Gleisen verdeckt ist. Allerdings ist die R├╝ckwand des Lokschuppens deutlich l├Ąnger, sodass umfangreichere Erdbewegungsma├čnahmen n├Âtig werden. Nach einer Begutachtung und statischen Bewertung des Bestandsfundments wurden die erforderlichen Schritte f├╝r die Ert├╝chtigung festgelegt. Die durch Feuchtigkeit und Frosteinwirkung im Verbund gelockerte oberste Schicht aus Klinkermauerwerk wurde abgebrochen, ebenso die darunter liegenden ersten drei Reihen aus Bruchsandstein-Mauerwerk.

Nach dem Abschluss der Aushub- und Abbrucharbeiten ist die Kontur des Fundaments gut zu erkennen. Die nun erreichte Schicht ist tragf├Ąhig und kann als Grundlage f├╝r das Betonieren eines Ringbalkens, analog dem Vorgehen im vorderen Bereich, dienen.

Durch den vorsichtigen und schichtweisen Abbruch von Hand konnten viele der originalen Klinkersteine und auch eine gro├če Menge an Bruchsandstein zur├╝ckgewonnen werden. Diese wurden teilweise f├╝r Ausbesserunsgarbeiten am bestehenden Lokschuppenteil eingelagert.

Betonierung des hinteren Fundaments (September 2019 bis Januar 2020)

Die Armierung wurde durch unseren Statiker berechnet und von unserem Stahlbau-Partner gebogen. Der Einbau erfolgt gem├Ą├č Verlegeplan vor Ort auf der Baustelle.

Gr├╝ndliche ├ťberwachung des Arbeitsprozesses durch mindestens je einen Beobachter pro Arbeiter ist bei uns selbstverst├Ąndlicher Teil der Qualit├Ątssicherung.

Nach dem korrekten Einlegen der Armierung folgt die Anfertigung der Schalung f├╝r die Betonarbeiten. Aus Kostengr├╝nden und da die Form des bestehenden Fundaments ├╝bernommen werden muss, kommt nur die Anfertigung der Schalung vor Ort in Holzbauweise in Frage.

Beim Ausrichten der Schalung ist besonders auf die H├Âhenlage zu achten, um sp├Ąter die Gleise korrekt verlegen zu k├Ânnen. Anschlie├čend wird die Armierung zur Schalung hin ausgerichtet, sodass sich ├╝berall die geforderte Beton├╝berdeckung ergibt und das neue Fundament dauerhaft haltbar ist. F├╝r die sp├Ątere Einf├╝hrung von Ver- und Entsorgungsleitungen in den Lokschuppen werden Leerrohre zur Durchdringung des Fundaments vorgesehen.
H├Âhepunkt der Arbeiten stellt das Einbringen des Betons am 21.12.2019 dar. W├Ąhrend der knapp dreist├╝ndigen Aktion wurden ca. 10 Kubikmeter Beton verarbeitet. Zur Anlieferung kamen zwei Fahrmischer zum Einsatz, die die Baustelle nacheinander anfuhren. Nach dem Einbringen des Betons folgen das Verdichten und das Abziehen und Nacharbeiten der Oberfl├Ąche.

Das neue Jahr beginnt mit den Ausschalungsarbeiten. Anschlie├čend wird die Schalung zerlegt, das Schalholz wird gereinigt und f├╝r die Wiederverwendung eingelagert.

F├╝r die Unterst├╝tzung bedanken wir uns bei folgenden Firmen:

  • Hofmann-Rieg Stahlhandel, Darmstadt (Anfertigung und Lieferung der Armierung)
  • Waibel KG, Gernsheim (Lieferung des Betons)

Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen (Februar 2020 bis April 2020)

Die noch bestehende Baugrube wird erweitert, um die Versorgungs- und Entsorgungsleitungen zu verlegen. Schmutzwasser und Regenwasser werden getrennt gef├╝hrt, sodass das Regenwasser sp├Ąter in der noch zu errichtenden Zisterne gesammelt werden kann und uns als Speisewasser f├╝r die Lokomotivkessel (geringer Kalkgehalt) zur Verf├╝gung steht.

F├╝r die sp├Ątere Versorgung mit Trink- und Brauchwasser sowie f├╝r die Elektro- und Telekommunikationsleitungen werden Leerrohre verlegt.

Diese erhalten in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden Revisionssch├Ąchte, um sp├Ąter die entsprechenden Kabel und Leitungen einfach einziehen und ggf. warten zu k├Ânnen.

Die vorgesehenen Leerrohre zur Durchdringung des Fundaments werden benutzt, um Leitungen nach innerhalb des Lokschuppens zu verlegen.

Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten folgt die Verf├╝llung und lagenweise Verdichtung aller Gr├Ąben bis zur Gel├Ąndeoberkante. Teilweise wird aufgrund des anstehenden lehmigens Bodens eine Bodenverbesserung durch Kalkbeigabe n├Âtig, um den Boden wieder ausreichend verdichten zu k├Ânnen. Hierbei wird in nicht unerheblichem Ma├če Staub aufgewirbelt.

R├Ąumung des Baufelds (Mai 2020)

Aufgrund mangelnder Personalkapazit├Ąten und fehlender -disposition m├╝ssen die Bauarbeiten vor├╝bergehend unterbrochen werden, da f├╝r die weiteren Schritte erst die R├Ąumung des Baufelds erforderlich wird. Unter anderem ist an der Trennwand zwischen Gleis 8 (bestehender "Neubau") und Gleis 9 (abgebrochener "Altbau") eine Sammlung historischer Form- und Lichtsignale gelagert.

Hierdurch sind Arbeiten im Bereich der Wand und des Daches nicht m├Âglich. Ebenso besteht die Gefahr, dass die Signale durch "Feindkontakt" mit einer Baumaschine besch├Ądigt oder umgeworfen werden. Daher werden die Signale auf einen G├╝terwagen verladen und vorerst ausgelagert. Unter Zuhilfenahme des Zwei-Wege-Baggers konnten die Arbeiten mit nur drei Mann innerhalb eines Arbeitstages trotz zeitweise einsetzenden Starkregens durchgef├╝hrt werden.

Ausbau der Gleise (Mai 2020)

Nachdem mittlerweile einige Fahrzeuge im Museumsgel├Ąnde umrangiert wurden, k├Ânnen auch die letzten verbliebenen Kleinwagen aus der Baustelle herausgefahren werden. Somit steht dem Ausbau der provisorisch verlegten Gleise aus den 1980er Jahren nichts mehr im Wege.

Selbstverst├Ąndlich geschieht auch diese Ma├čnahme in Eigenleistung. Zun├Ąchst werden alle Schienenbefestigungen demontiert und dann die Schienen ausgebaut.

Da die Schienen gr├Â├čtenteils noch brauchbar sind und bei zuk├╝nftigen Gleissanierungsarbeiten Wiederverwendung finden sollen, werden Sie au├čerhalb der Baustelle zwischengelagert.

Anschlie├čend folgt der Ausbau der Schwellen. Auch diese werden f├╝r eine erneute Verwendung an anderer Stelle eingelagert. Hierzu dienen uns verschiedene offene G├╝terwagen.

Der noch vorhandene Schotteroberbau wird abgetragen und entsorgt. Anschlie├čend wird die gesamte Grundfl├Ąche auf die Rohbodenh├Âhe abgezogen.

Da diese unterhalb der H├Âhe der bereits fertiggestellten neuen Fundamente liegt, muss eine provisorische Baustra├če geschaffen werden, um weiterhin mit den Baufahrzeugen in die Baustelle einfahren zu k├Ânnen. Hierbei kommen teilweise die demontierten Holzschwellen zum Einsatz.

Umgang mit den bestehenden Untersuchungsgruben (Juni bis Juli 2020)

Nun liegen auch die Oberkanten/K├Âpfe der beim Abriss 1970 verf├╝llten historischen Untersuchungsgruben frei. Genauso, wie der neuere Lokschuppenteil, verf├╝gte auch der Altbau bereits ├╝ber in Klinker gemauerte Gruben mit einer L├Ąnge von ca. 15 m und Einstiegstreppen, um von unten Wartungsarbeiten an den Lokomotiven durchf├╝hren zu k├Ânnen. Im wiederaufzubauenden Teil ist eine Erhaltung der Gruben in begehbarem und nutzbarem Zustand aus Zeit- und Kostengr├╝nden nicht vorgesehen. Es ist allerdings aus denkmalpflegerischer Sicht geboten, die Ausf├╝hrung und Lage der Gruben zu dokumentieren. Hierzu werden sie nacheinander freigelegt.

Es stellt sich heraus, dass die Verf├╝llung seinerzeit ├╝berwiegend mit Bauschutt erfolgte. Dieser wird ausgesiebt und entsorgt.

Nach einer Reinigung folgen Vermessung und Fotodokumentation. Dann werden die Gruben wieder tragf├Ąhig verf├╝llt und verdichtet, sodass die neu zu verlegenden Gleise in diesen Bereichen auf einem stabilen Untergrund zu liegen kommen.

Um unseren hohen Qualit├Ątsanspr├╝chen gerecht zu werden und beste Verdichtungsleistung zu erzielen, werden die Arbeiten von unserem bahnamtlichen zertifizierten Oberverdichtungsbeamten vorgenommen.

Die freigelegten Gruben werden genutzt, um zus├Ątzliche Leerrohre zwischen dem hinteren und dem vorderen Bereich des Lokschuppens zu verlegen.

Umgang mit dem bestehenden Entw├Ąsserungs-/Ringkanal (August bis September 2020)

Mit dem historischen Entw├Ąsserungs-/Ringkanal im Bereich der vorderen Fundamente auf der Innenseite des Lokschuppens verh├Ąlt es sich ├Ąhnlich wie mit den Untersuchungsgruben. Eine betriebsf├Ąhige Erhaltung als begehbares Entw├Ąsserunsgbauwerk w├Ąre mit hohem Aufwand und Kosten verbunden, der Nutzen f├╝r museale Zwecke allerdings ├Ąu├čerst beschr├Ąnkt. Auch hier wurde, in enger Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbeh├Ârde der Stadt Darmstadt, eine L├Âsung erarbeitet. Diese sieht vor, den Kanal zu dokumentieren. Er wird zur Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen genutzt und anschlie├čend verf├╝llt. Somit bleibt er der Nachwelt mittelbar erhalten und einer m├Âglichen Reaktivierung bei einem erneuten Abriss und Neubau nach weiteren 130 Jahren st├╝nde nichts im Wege.
Um zu Wartungszwecken im sp├Ąteren Betrieb an die zu verlegenden Rohrleitungen heranzukommen, werden im Bereich der Gleisachsen Revisionssch├Ąchte vorbereitet.

Unvorhergesehenes deutet sich an (Oktober 2020)

Nach Vermessung und statischer Pr├╝fung wurde festgestellt, dass die bestehende Wand zwischen Gleis 8 und Gleis 9, die den Lokschuppen momentan abschlie├čt, nicht beibehalten werden kann. Sie wurde 1970 beim Abriss des alten Lokschuppenteils als Provisorium errichtet, ist aber weder tragf├Ąhig, noch steht sie profilfrei. Daher muss der Weiterbau des Lokschuppens unterbrochen werden, um zun├Ąchst eine neue Trennwand zu errichten. Hier erfolgt die Baubesprechung mit unserem Statiker.


Zuk├╝nftige Entwicklung

Der Lokschuppen soll in naher Zukunft in zwei Bauabschnitten zun├Ąchst als offene Hallenkonstruktion errichtet werden. Anschlie├čend soll eine Ummauerung nach historischem Vorbild, aber nach modernen Vorgaben, und das Anbringen von Toren erfolgen. Zur Finanzierung des Projekts sucht die Stiftung Bahnwelt Darmstadt-Kranichstein weiterhin Sponsoren. Helfen Sie mit, den historischen Fahrzeugen ein Dach ├╝ber dem Kopf zu bieten! Informationen zur Unterst├╝tzung finden Sie oben!

Detailansicht

Fortsetzung folgt!