© Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein

Spektakulärer Neuzugang in der Oberbauausstellung des Eisenbahnmuseums

Durch eine glückliche Fügung kam ein Schienenstück der Main-Neckar-Eisenbahn (MNB) in unseren Bestand. Die Schiene wurde zwischen 1846 und 1858 hergestellt, eine genauere Bestimmung ist nicht möglich. Das verwendete Schienenprofil war bei der Eröffnung der MNB im Jahr 1846 im Einsatz und damit das erste in Darmstadt verlegte Profil. Die auf dem Schienenkopf geschriebene Jahreszahl stammt vmtl. von dem Vorbesitzer. Auf dem Bild links am Schienenfuß ist eine abgeschrägte Kante zu erkennen, wie es diese nur bei der MNB gab. Durch dieses Prinzip des festen Stoßes, ohne Lasche und nur mit Unterlagplatte lässt sich das Schienenstück ganz klar zuordnen. Die Laschenlöcher waren ursprünglich nicht vorhanden. Bei der MNB wurden Stoßlaschen erst ab etwa 1856 nachgerüstet.

Auch die Fahrkartenausstellung hat einen beachtlichen Neuzugang zu verzeichnen

Nach langen Verhandlungen gelang es unserem Mitglied und Fachmann für Schalterdrucker, Frank Fischer, einen AEG-Schnelldrucker zu erwerben, den er als Leihgabe unserem Museum zur Verfügung stellt. Der AEG-Schnelldrucker ist ein speziell für die Bedürfnisse eines großstädtischen Vorortverkehrs in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelter Fahrkartendrucker. Der Vorteil liegt in seiner schnellen Bedienung, bei dem der Fahrkartenvorschub von einer Pappenrolle (im Bild oben) mittels elektrischem Antrieb über die Druckzelle (im Bild mittig) erfolgt. Die Schaltknöpfe befinden sich unter der Ausgabeschale. Der AEG-Schnelldrucker stammt vom Bahnhof Westkreuz der Berliner Stadt- und Ringbahn und ist einer von nur drei erhaltenen Exemplaren.